Das an der Hein­rich-Heine- Uni­ver­sität ange­siedel­te Schnittstel­len­pro­jekt »Quo Vadis« will Interkul­tur­al­ität und wech­sel­seit­i­gen Aus­tausch über das Medi­um des Comics begreif­bar machen und damit einen Raum schaf­fen, in dem interkul­turelle Vielfalt als kreative und pro­duk­tive Chance ver­standen wer­den kann, von welcher alle Beteiligten prof­i­tieren kön­nen.

Dabei dient uns das Medi­um Comic als Anlass und Aus­gangspunkt der Beschäf­ti­gung mit der Rolle des Men­schen in den Ökolo­gien der hyper­kom­plex­en Welt am Anfang des 21. Jahrhun­derts. Wir wol­len es nutzen, um mit ihm diese Welt zu befra­gen. Diese Auseinan­der­set­zung geschieht in Vor­lesun­gen, Praxis­sem­inaren, in Schu­len und soll nun auch in Form ein­er Pub­lika­tion der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wer­den.

Am Aus­gangspunkt der Konzep­tion und Umset­zung ein­er Kom­mu­nika­tion­splat­tform im öffentlichen Raum ste­ht die inten­sive Auseinan­der­set­zung mit dem The­ma „Comic und Migra­tion“. So haben Studieren­de der Hein­rich-Heine- Uni­ver­sität und der HS Düs­sel­dorf an sechs Koop­er­a­tionss­chu­len in NRW mit Schü­lerin­nen und Schülern aller Schul­for­men im Alter von zwölf bis sechzehn Jahren Comics zu den The­men Migra­tion, Heimat, Fremde, Ras­sis­mus, Iden­tität und Mehrsprachigkeit gestal­tet. Im Comic als einem Zwis­chen­raum par excel­lence lassen sich Erfahrun­gen darstel­len, ver­ar­beit­en und ver­schieben, Räume neu definieren oder erschaf­fen. In der wis­senschaftlich-ästhetis­chen Auseinan­der­set­zung kann unser „Blick auf die Welt“ durch den Comic zu einem Moment, einem Zwis­chen­sta­di­um der Wech­sel­wirk­samkeit zwis­chen Sub­jekt und Objekt, Indi­vidu­um und Kollek­tiv, zwis­chen Kul­turen wer­den. Der Comic wird zur (Lebens-)Kunst mit ein­er eigen­ständi­gen Erzäh­llogik und visuel­len Sprache.